10 März 2018

Fernbus: Berlins ZOB wird gläserner – und doppelt so teuer Am Berliner ZOB soll eine neue Wartehalle mit Glasfassaden und Gastronomie entstehen. Die Kosten steigen derweil auf 30 Millionen Euro – und der Ausbau dauert länger. aus Der Tagesspiegel

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Der neue Zentrale #Omnibusbahnhof (#ZOB) am #Messedamm wird größer und schöner – aber auch deutlich teurer. Die Kosten steigen wahrscheinlich auf mehr als das Doppelte, von 14 Millionen auf mehr als 30 Millionen Euro. Der Steuerzahlerbund spricht schon von einem „kleinen BER“.

Die Planer hatten 2014 zwar die Liberalisierung des Fernverkehrs im Blick und bauten die #Abfertigungskapazitäten deutlich aus, der Komfort der Fahrgäste war ihnen dagegen nicht so wichtig. Die marode #Wartehalle, die #Leitstelle und das #Toilettenhäuschen sollten nur instandgesetzt, erweitert und energetisch saniert werden, für insgesamt rund fünf Millionen Euro.
2016 entschieden sich die Planer aus bautechnischen Gründen, zwei Gebäude abzureißen und komplett neu zu errichten. Die neue Wartehalle soll ein kleines zweistöckiges #Terminal mit 280 Plätzen – bislang sind es 76 – und „vielfältigen gastronomischen Angeboten“ werden. Die Busreisenden sollen nicht mehr das Gefühl haben, drittklassig abgefertigt zu werden.
Neubau soll eine "Visitenkarte" für Berlin sein

Der Neubau werde eine „Visitenkarte“ für Berlin sein, mit heller Glasfassade, transparent und modern. Auch das dunkle Vordach aus den 60er Jahren soll verschwinden. Die Planungsunterlagen für den Neubau werden derzeit erstellt. Am Mittwoch befasste sich der Hauptausschuss mit den Plänen. Die Abgeordneten müssen die zusätzlichen Steuergelder bewilligen. Dabei dürfte helfen, dass rund zehn Millionen Euro aus GRW-Mitteln kommen, die zur Hälfte der Bund bezahlt.
Die Baumaßnahme verzögert sich durch die Umplanung erheblich, statt 2019 will man jetzt 2021 fertig sein. Inzwischen gibt es allerdings Anzeichen, dass der Kapazitätsausbau den Bedarf deutlich …



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